Ich lese gerade das Buch *Der Mordfall Drache*. Das ist für WoW alleine eine recht wertlose Information, da das Buch in den 30er Jahren geschrieben wurde, als WoW weitestgehend unbekannt war. Interessant wurde es (für WoW) als in einem Vortrag über die Mythologie der Drachen eine Naga-Gottheit Min ud eine Naga-Prinzessin erwähnt worden sind.
Wikipedia sagt zu den Nagas folgendes:
Naga (Sanskrit, m., नाग, nāga, Schlange) bezeichnet in der indischen Mythologie ein Schlangenwesen oder eine Schlangengottheit. Es gibt verschiedene Darstellungsformen, entweder mit vollständiger Schlangengestalt, als Menschen mit Schlangenkopf, oder mit menschlichem Körper, der in einer Schlangengestalt ausläuft. Häufig sind auch Darstellungen mit mehrköpfigen Schlangen, bzw. einer mehrköpfigen Kobrahaube.
Nagas sind als magiekundige Wesen bekannt, mit der Fähigkeit, jederzeit menschliche Gestalt annehmen zu können. Gelegentlich sollen sie ihr Reich verlassen und sich unter die Menschen mischen. Sie gelten als Wächter von Übergängen, Schwellen und Türen, besonders auch im symbolischen Sinn. Erzfeind der Nagas ist Garuda, Begleittier von Vishnu. Darstellungen des Riesenvogels zeigen diesen oft mit Nagas in seinen Klauen.
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Nagas sind auch in Südost-Asien bekannt, so in der hinduistischen Mythologie auf Bali. In der Thailändischen Mythologie sind die unzähligen horizontalen Ebenen des mythischen Berges Meru, der Achse des Universums, die Wohnstatt von himmlischen, irdischen und unterirdischen Wesen. Dort hausen in unterirdischen Ebenen neben den Yakshas, den dämonischen Wächtern, auch Nagas, die nicht nur als Schlangen, sondern sogar als Drachen bezeichnet werden. In unserer Welt sollen sie auf dem Grunde von Flüssen, Seen und Meeren großartige Paläste bewohnen, reich geschmückt mit Perlen und Edelsteinen. Sie werden auch als Beschützer geistiger Schätze angesehen.
Ich habe das unbestimmte Gefühl, sehr vieles lässt sich im (alten) WoW auf Mythologie zurückführen (siehe: Headless Horseman, Fenris und Tyrs Hand sowie den Artikel zum Wolpertinger.)
Die Geschichte nach Blizzard.
Die Geburtsstunde der Naga
Die verbleibenden Hochgeborenen blieben Sargeras während des gesamten Krieges treu, doch ihre harte Arbeit war vergebens. Die anderen Nachtelfen zusammen mit vielen Verbündeten, die niemand eingerechnet hatte, stellten eine überraschende Verteidigung auf und schafften es, das Portal zu schließen. Leider war aber diese zusätzliche magische Belastung zu groß für den Brunnen und er implodierte mit katastrophalen Konsequenzen. Als hätte ein gigantischer Hammerschlag ihn getroffen, wurde der Brunnen Richtung Meeresboden geschleudert.
Die gewaltige Erschütterung zerriss den alten Kontinent Kalimdor in mehrere Bruchstücke, und ein neuer Ozean entstand in der Mitte. Der Großteil von Zin-Azshari, der ehemaligen Hauptstadt der Nachtelfen, wurde vom Meer in die Tiefe gerissen. Über den Wellen tobt heute ein wilder, magischer Sturm, der Maelstrom. Unter dem Maelstrom wurde der Ozean zu einem gigantischen Strudel aufgepeitscht. Die meisten Geschöpfe, die einmal in den Sog dieses Strudels geraten, haben keine Chance, ihm zu entkommen.
Auch der Palast von Königin Azshara wurde auf den Meeresgrund gezogen. Dabei ertranken einige der Hochgeborenen im Palast, viele aber wurden stattdessen verflucht dafür, dass sie den Krieg der Urtume verursacht hatten, und in monströse Naga verwandelt. So konnten die ehemaligen Nachtelfen in der Tiefe des Ozeans überleben. Doch die Naga wussten, dass sie keine Chance hatten, das Land zurückzuerobern, dass sie als Hochgeborene einst beherrscht hatten. Verbittert über ihr erzwungenes Exil im Meer entschlossen sie sich, abzuwarten, bis sie eines Tages die Chance bekämen, den ihnen zustehenden Platz an der Oberfläche wieder einzunehmen.
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