„Der Kult des Todes ist, wenn er tiefgründig und vollkommen ist, auch ein Kult des Lebens. Beide sind untrennbar. Eine Kultur, die den Tod verleugnet, verleugnet auch das Leben.“
aus: Octavio Paz, Das Labyrinth der Einsamkeit
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Die Entscheidung auf Englisch zu spielen erweist sich immer mehr als richtig – ich möchte gar nicht erst wissen, wie die Quest Grateful Dead auf Deutsch heißt – die deutsche Übersetzung ist mehr als grottig wie *Herr Fröstelein* für Mr. Chilly oder *Holt sie runter* statt Shoot em`up, auf Deutsch geht ein gewaltiger Teil des Spaßes verloren.
Zum Fest:
Es gibt eine einzige Quest***, Belohnung ist ein Haustier-Pet, welches laut Ninjalooter nach zwei Tagen wieder verschwindet; ein bißchen mager, aber witzig gemacht. Ich schätze, das Fest ist ein Zugeständnis an die wachsende hispanische Bevölkerung in den USA.
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Auf dem Friedhof von Dalaran Mehl und Milch mischen (Rezept vorher kaufen), fertig ist das Brot, welches vermutllich „pan de muertos“, ein spezielles süßes Brot, mit Vanille oder Orangen-Geschmack, sein soll. Das Orginal-Rezept befindet sich ganz unten unter den Bildern . Die anderen Friedhöfe scheinen weder zusätzliche Erfolge (Tanz mit Catrina) noch Quests zu bieten.
Familienfest mit den Toten, der Tag der Toten ist ein ganz besonderes Erlebnis. Er kling so wie er ist, eine geheimnisvolle Feier für die toten Verwandten die vom 31 Okt. – 02. Nov. statt findet. Die eingeborenen Völker von Mexiko glaubten, dass Seelen nicht sterben, sondern bloß in Mictlan (Ort des Todes) verweilen und jedes Jahr auf Besuch zurückkehrten um mit den lebenden Verwandten zu Essen, Trinken und zum fröhlich sein, für sie war das Leben nur ein flüchtiger Moment. Die Traditionen und die Mythen hinsichtlich des Tag der Toten schwanken von Region zu Region.
…
In Mexiko hat der Tod auch seine süße Seite, zu dieser Zeit boomt die Süßwarenindustrie, in den Städten entstehen riesige Zuckermärkte, die alle nur erdenklichen Gegenstände aus Zucker anbieten, die Regale in Supermärkten und Konditoreien füllen sich mit Totenköpfen aus Marzipan oder Zuckerguss sowie Särge und Skelette aus Schokolade, um den Altar für den Toten so attraktiv wie möglich gestalten zu können. Andere Geschäftszweige haben sich dem Anlass entsprechende auf Scherenschnitte und Illustrationen spezialisiert. Künstler wie José Guadalupe Posada wurden mit ihren Skelett-Karikaturen »Calaveras« weltberühmt. Für das europäische Verständnis scheinen die Traditionen und Rituale dieses Totenfestes oft makabre Züge zu haben.Eines der auffälligsten Merkmale dieses Festes sind die allgegenwärtigen Totenköpfe. Sie sind weit mehr als Dekoration. Auf die Schädel aus Zuckerguss lässt man seinen eigenen Namen schreiben und verschenkt sie an seine Lieben. Dem Glauben nach soll dann die Freundschaft oder Liebe über den Tod hinaus halten.
Für das Familienpicknick auf dem Friedhof stürzen sich viele in große Unkosten, es werden kostspielige Mahlzeiten vorbereitet für die Lebenden wie für die Toten. Für die Toten ist das Beste gerade gut genug, alles muss frisch und neu sein. Ein Merkmal dieses Festes sind die so genannten »Ofrendas« . Die Ofrenda ist eine Art ein wundervoll dekorierter Gabentisch / Altar, auf dem jede Seele eines Toten bei ihrem Besuch das wieder findet, was sie schon hier auf Erden erfreut hat und natürlich Fotos der Verstorbenen sowie Heiligenbilder und Kerzen. Schauriges wird über jene erzählt, die ihre Toten nicht gebührend gewürdigt haben.

Zuckerschädel, Historischer Hintergrund zum Tag der Toten in Mexiko
Dia de los Muertos- Tag der Toten in Mexiko (viele Bilder)
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Pan de Muertos – Totenbrot aus Mexiko (Anleitung mit zahlreichen Bildern)

Die Teigstränge symbolisieren Knochen, der Teigball in der Mitte einen Schädel.
========== REZKONV-Rezept – RezkonvSuite v1.3
Titel: Pan de Muertos – Totenbrot aus Mexiko
Kategorien: Brot, Süß, Allerheiligen, Mexiko
Menge: 2 Brote
============================ VORTEIG ============================
450 Gramm Weizenmehl Type 405
1 1/4 Teel. Salz
60 Gramm Zucker
20 Gramm Frischhefe
125 Gramm Wasser* (Original + 2 El)
3 groß. Eier; leicht verschlagen
======================== ENDÜLTIGER TEIG ========================
200 Gramm Zucker (Original 225 g)
200 Gramm Weiche Butter
450 Gramm Weizenmehl Type 405
8 Eigelb (M)**
1 Orange: Schale abgerieben
======================== ZUM BESTREICHEN ========================
2 Eigelb; verschlagen mit
Etwas Sahne
65 Gramm Geschmolzene Butter
Zucker; zum Bestreuen
============================ QUELLE ============================
leicht modifiziert nach
Diana Kennedy
From My Mexican Kitchen
Techniques and Ingredients
-Erfasst *RK* 31.10.2006 von
-Petra Holzapfel
Für den Vorteig Mehl, Zucker und im Wasser aufgelöste Hefe in die
Schüssel der Küchenmaschine geben. Unter Rühren auf Stufe 1 nach und
nach die Eier zugeben. So lange schlagen, bis sich ein
zusammenhängender Teig um den Knethaken bildet. Er sollte nach etwa
5 Minuten klebrig, elastisch und glänzend sein (Petra: Konsistenz
evtl. mit Wasser oder Mehl anpassen)*. Den Teig in eine geölte
Schüssel geben (er soll sich im Orignal zu einem Laib formen lassen,
das was bei mir unmöglich) und abgedeckt bei 21°C etwa 1 1/2 bis 2
Stunden gehen lassen, bis er sein Volumen verdoppelt hat.
Für den eigentlichen Teig den Vorteig zusammen mit Zucker und Mehl
in die Schüssel der Küchenmaschine geben. Nach und nach die Eigelbe
unterrühren, dann flöckchenweise die Butter. So lange kneten, bis
der Teig leicht klebrig, weich und glänzend ist und gerade eben
seine Form hält (Zutaten gegebenfalls anpassen). Den Teig zu einer
Kugel formen und in eine geölte Schüssel geben. Abgedeckt bei 21°C
etwa 1 1/2 Stunden gehen lassen. Man kann den Teig jetzt auch über
Nacht im Kühlschrank retardieren, was sich geschmacklich positiv
auswirkt. In diesem Fall vor der Weiterverarbeitung Raumtemperatur
annehmen lassen.
2 Bleche mit Backpapier sowie 2 weitere Bögen Backpapier vorbereiten,
die Bögen etwas buttern.
Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 2
Hälften teilen, eine Hälfte abdecken.
Von der anderen Hälfte 1/4 abnehmen. Die restlichen 3/4 Teig auf
unbemehlter Fläche zu einem weichen Ball rollen. Zu einer Platte von
etwa 20 cm Durchmesser flachdrücken, Höhe etwa 2,5 cm. Mit den
Handkanten ringsum einen Rand im Abstand von 2,5 cm zur Kante
eindrücken (ähnlich der Krempe eines Hutes). Die Platte auf ein
Backblech setzen und abgedeckt etwa 1 Stunde gehen lassen.
Das abgenommene 1/4 des Teiges in 4 gleich große Stücke teilen. Ein
Stück zu einem runden Ball rollen – das wird der „Kopf“. Die anderen
Teile zu Strängen von etwa 20 cm Länge rollen, dabei in der Mitte
und an beiden Enden die Stränge beim Rollen zusammendrücken (s.
Foto). Das ergibt die „Knochen“. Die Stücke auf ein gebuttertes
Backpapier legen und abgedeckt gehen lassen.
Das Ganze mit der 2. Teighälfte wiederholen.
Den Backofen auf 190°C vorheizen.
Am Ende der Gehzeit jeweils 3 „Knochen“ mit gleichen Abständen auf
eine Teigplatte legen, dabei überkreuzen sich diese in der Mitte.
Darauf die Teigkugel setzen und mit den Fingern 2 Vertiefungen für
die „Augen“ anbringen. Die Oberfläche mit dem Eigelb bepinseln und
backen, bis das Brot gut gebräunt und durch ist (Kennedy gibt eine
Backzeit von 15-20 Minuten sowie 5 Minuten im abgeschalteten Ofen an.
Das ist viel zu kurz!) Ich habe die während des Backens durchs
Aufgehen entstehenden hellen Fläche nochmal mit Eigelb bepinselt.
Backzeit bei mir 30-40 Minuten, dabei die Temperatur nach etwa 20-25
Minuten auf 175°C reduziert und Brot mit Alufolie abgedeckt. Im
abgeschalteten Ofen 5-10 Minuten ruhen lassen.
Die warmen Brote auf Roste setzen, mit der geschmolzenen Butter
bestreichen und großzügig mit Zucker bestreuen.
Vor dem Anschneiden 2 Stunden abkühlen lassen. Bei richtiger
Aufbewahrung halten sich diese Brote einige Tage, das Aroma
verbessert sich dabei noch.
Anmerkung Petra: Der Vorteig nach dem Original war bei mir
ausgesprochen weich und klebrig. Ich habe deshalb noch 2 gehäufte El
Mehl zugegeben. Das formen eines Laibes war dennoch nicht möglich.
Ich würde beim nächsten Mal gleich zu Anfang etwas weniger Wasser
zugeben.
**Ich habe deshalb beim eigentlichen Teig nur Eigelb zugegeben und
die eigentlich noch vorgesehenen zusätzlichen 2 El Wasser plus 65 g
Wasser weggelassen. Im Original wird der Vorteig erst mit Zucker und
Butter verrührt, dann abwechselnd mit den Eigelben erst das Mehl
zugegeben. Ich habe den Teig wie eine Brioche behandelt und die
Butter zum Schluss zugegeben. Konsistenz am Ende des Knetens prima,
genau wie erwünscht – das Formen ist dann ganz einfach.
Die Brote schmecken ausgezeichnet! Etwas zuckerige Kruste, saftige,
aromatische Krume, köstlich mit Frühstückskonfitüren.
Abgelegt unter : Event

















Danke für die vielen Bilder. Geben einen schönen Einblick in das Event. Ich denke Du hast mit der Einschätzung „MMO-Globalisierung“ recht.
Ohne die Südamerikanischen Server gäbe es dieses Event wohl nicht. Oder sind die WOW-Macher Babylon 5 Fans?
http://www.midwinter.de/lurk/guide/096.html
Viele Grüße aus Essen,
Yitu
Südamerikanisch bzw. sind in vielen südlichen Staaten der USA (Texas, Arizona, New Mexico und Kalifornien fallen mir ein) die Hispanics die am schnellsten wachsende Bevölkerungsgruppe, denen man dementsprechend auch etwas bieten muß.
*Der wachsende Einfluß der Hispanics am Beispiel World of Warcraft* das wäre mal eine Politik-. / Sozi-Arbeit *grins*.