Vor kurzem haben wir das Freundschaftssystem vorgestellt (http://eu.battle.net/realid/) und bieten euch damit eine neue Möglichkeit, mit euren Freunden im neuen Battle.net in Kontakt zu bleiben. Heute möchten wir euch einen Ausblick auf unsere Pläne für die Verbindung dieses Systems mit unseren offiziellen Foren geben und unsere Philosophie hinter diesen Änderungen erläutern. Außerdem werden wir euch einige neue Funktionen vorstellen, die wir geplant haben und von denen wir erwarten, dass sie die Qualität der Diskussionen verbessern und die Foren zu einem noch besseren Ort für jeden Besucher machen werden.
Die erste und wichtigste Änderung ist, dass in naher Zukunft alle Teilnehmer in den offiziellen Blizzard-Foren ihre Beiträge und Antworten mit ihrem richtigen Vor- und Nachnamen verfassen werden. Zusätzlich werden sie die Möglichkeit haben, auch den Namen ihres Hauptcharakters anzeigen zu lassen. Diese Änderung wird zunächst in allen StarCraft II-Foren in Kraft treten, wenn die neue Community-Seite vor dem Erscheinen des Spiels am 27. Juli veröffentlicht wird. Die World of Warcraft-Seite und die zugehörigen Foren werden folgen, wenn das Erscheinen von Cataclysm näher rückt. Die klassischen Battle.net-Foren, inklusive der Diablo II und Warcraft III-Foren, werden mit der Veröffentlichung der StarCraft II Community-Seite in einen Forenbereich für Legacy-Titel umziehen. Sobald dies geschehen ist, werden in diesen Foren ebenfalls Beiträge unter dem realen Namen erstellt.Die offiziellen Foren waren schon immer ein großartiger Ort, um über die letzten Neuigkeiten zu unseren Spielen zu diskutieren, Ideen und Vorschläge anzubringen oder Erfahrungen mit anderen Spielern zu teilen. Allerdings haben die Foren im Laufe der Zeit auch den Ruf erlangt, ein Ort zu sein, in dem so genannte „Flame Wars“, Trollerei und andere unerfreuliche Dinge gedeihen. Wenn der für Online-Unterhaltungen typische Schleier der Anonymität entfernt ist, wird dies zu einer besseren Umgebung in den Foren führen, konstruktive Unterhaltungen fördern und die Blizzard Community auf eine Art und Weise zusammen bringen, in der sie bisher nicht verbunden war. Mit dieser Änderung werden auch die Verfasser von blauen Beiträgen (Blizzard-Mitarbeiter) ihren richtigen Vor- und Nachnamen im Forum verwenden.
Darüber hinaus planen wir weitere Features, die das Lesen der Foren angenehmer machen sollen und es Spielern erleichtern werden, die Qualität der Diskussionen zu verbessern. Forenteilnehmer werden die Möglichkeit haben, Beiträge positiv oder negativ zu bewerten, so dass sich tolle Themen und Antworten von nicht so tollen abheben. Ein schlecht bewerteter Beitrag wird dunkler erscheinen und somit anzeigen, dass die Community nicht der Meinung ist, er trage positiv zur Diskussion bei. Das Community Team von Blizzard wird dadurch auch in der Lage sein, hoch bewertete Beiträge leichter zu finden und sich an Unterhaltungen zu beteiligen, die Spieler für gut befinden.
Zusätzlich werden individuelle Themen nach Kontext sortiert. Das bedeutet, Antworten auf einen einzelnen Beitrag werden in einer Gruppe zusammengefasst und erleichtern es Spielern, verschiedene Diskussionen unter der gleichen Überschrift zu verfolgen. Für Blizzard-Mitarbeiter fügen wir auch eine Option hinzu, wichtige Nachrichten forenweit zu versenden, um besonders wichtige Themen eindeutig und zeitnah zu kommunizieren. Desweiteren verbessern wir die Suchfunktion in den Foren, so dass interessante Themen einfacher gefunden werden können, damit weniger wiederholende Beiträge erstellt werden und haben darüber hinaus noch mehr geplant.Mit dem Start des neuen Battle.net ist es für uns sehr wichtig, eine neue und innovative Umgebung für Online-Gaming zu schaffen, in der die soziale Interaktion im Mittelpunkt steht und die Spielern den perfekten Ort bietet, um langfristige und tiefgründige Beziehungen aufzubauen. All unsere Entscheidungen rund um das Freundschaftssystem – darunter auch diese Änderungen an den Foren – wurden mit diesem Ziel vor Augen getroffen. Bei der Gestaltung des Systems haben wir sehr viele Überlegungen angestellt – als Firma, als Spieler und als enthusiastische Nutzer der verschiedenen Kommunikationsplattformen für Onlinespiele sowie der in den vergangenen Jahren entstandenen sozialen Netzwerke. Während diese Dienste immer populärer wurden, sind auch Spieler Teil einer immer enger verbundenen, globalen Community geworden. Freundschaften lassen sich viel einfacher über große Entfernungen schließen und bei Conventions wie der GamesCom und unserer eigenen BlizzCon haben wir mit eigenen Augen gesehen, wie Spieler, die sich nie zuvor persönlich begegnet sind, bedeutungsvolle, echte Beziehungen über Grenzen und Ozeane hinweg aufgebaut haben.
Die Art und Weise, in der Spieler miteinander interagieren, entwickelt sich ständig weiter. Wir möchten sicherstellen, dass Battle.net bestens gerüstet ist, um die sich stetig verändernde soziale Erfahrung beim Spielen in den kommenden Jahren zu unterstützen.Unter http://www.battle.net/realid/ findet ihr die Webseite zum Freundschaftssystem und die zugehörige FAQ für weitere Informationen. Wir freuen uns darauf, eure Fragen zu den kommenden Änderungen an den Foren in diesem Beitrag zu beantworten.
l2p: Vergib deinen Feinden, aber vergiss niemals ihre Namen.
5SecRule: Real ID – Posten im offiziellen Forum nur noch mit Realnamen und Shitstorm Rising – RealID und Foren zum 2.
Reefchen: DAL
Senior Gamer: Phase 3
USA Today: Blizzard and Facebook’s friendly social networking deal launches with ‘StarCraft II’
CAD-Comic: Keep it secret, keep it safe
ORF: Namenszwang verärgert Blizzard-Spieler
MMOBlog: Auf die Barrikaden! Blizzards Sündenfall mit der RealID.
Rote Rüben: Vom Zwang der Freiwilligkeit
Pugnacious Priest: I can Faciliate My Own Meaningful Relationships
The Pink Pigtail Inn: Did Blizzard just miss to do a reality check? und And now what?
Word of Matticus: Real ID on Blizzard forums, the good and the bad
Lunahexe: Real-ID – Teil 3
Spiegel Online: Klarnamenpflicht bei “World of Warcraft” – Wie Facebook die Sitten verdirbt
RealLife Comic
Zeit: Blizzard zwingt seine Kunden zum Outing
Ein erstes Opfer gibt es bereits:
Real Names on the Official Forums [New REAL ID function]
Blizzards Bashiok ist erstes Opfer der Real ID
Update: Danke an Rictus für den Hinweis, dass es sich bei dem Gefundenen nicht wirklich um den besagten Blizzard-Mitarbeiter handelt, sondern um einen Unbeteiligten, bei dem jetzt Land unter ist. Das macht die ganze Sache noch prekärer, da es zeigt, was mit einer einfachen, nicht qualifzierten (also eindeutigen) Namensangabe angerichtet werden kann.
* Trefft sie da, wo es weh tut. Wo tut es einer Firma weh? Richtig, beim Geldbeutel. Accountkündigungen (natürlich mit einer ausführlichen Grundschilderung) sind hier schon ein probates Mittel, in den USA haben auch schon mehrere User geposted, die Activision-Blizzard Aktien verkauft haben (Die Activision Blizzard Aktie hat am heutigen Tag bereits fast ein Prozent verloren).
* Nehmt Kontakt zu Medien außerhalb der Spielerszene auf. Es ist ja nett, wenn PCGamer und Co. über diesen Schritt berichten. Da ist aber eine Meldung z.B. bei Orf.at wesentlich wirkungsvoller. Außenwirkung ist alles. Das sieht man schon daran, dass im US-Forum gezielt Postings gelöscht wurden, die über diese Außenwirkung berichten.
* Kontaktiert übergeordnete Stelllen. In den USA haben sich beispielsweise massenhaft Spieler and die ESRB gewandt, das dortige Adäquat zur USK. Bei uns wären wohl Datenschutzbeauftragte und Verbraucherschutzzentralen der richtige Adressat.
MMOBlog: Auf die Barrikaden! Blizzards Sündenfall mit der RealID.
9.7.10
Todeslegion: Abschied auf Raten und Real ID, He-Man und Du
Gedankenschnippsel: The Story of Micah Whipple..
Lunahexe: Permaban
Wer will die Realnamen? Facebook? Klingt plausibel. Aber warum mailt Blizzard dann nicht einfach schnell die Kundendatei rüber?
Eine interessante These wurde von Oldra-Das Konsortium im Forum gepostet. Der Grund könnte in Südkorea liegen. Dort gibt es offenbar eine äußerst aktive Starcraft-Szene, die man nicht vom Forum ausschließen will. Müsste Blizzard aber tun, denn nach einem koreanischen Gesetz müssen Diskussionsforen mit mehr als 100.000 täglichen Posts die Vor- und Nachnamen der Nutzer anzeigen. Kommt doch irgendwie bekannt vor, oder?
Pingback: Vom Zwang der Freiwilligkeit « Rote Rüben
Sehr sehr schön auf den Punkt gebracht finde ich es hier
http://todeslegion.wordpress.com/2010/07/09/abschied-auf-raten/
Dazu muß man nichts weiter sagen weil damit ist völlig erschöpfend erklärt was die Leute bewegt.
Luna
Ich habe es zusammen mit Real ID, He-Man und Du und The Story of Micah Whipple.. eingefügt, neue Beiträge der Übersicht halber unter dem Datum.
Meine einzige Boykott-Großtat besteht seit Jahren im Boykott isrealischer Produkte, weil ich mit der Siedlungspolitik nicht einverstanden bin (und auch das ist inzwischen mehr Gewohnheit als Überzeugung) – zu den Gutmenschen, die die Welt verändern wollen, habe ich noch nie gehört; wahrscheinlich bin ich dafür zu desillusioniert – bei vielen Nachrichtensenungen empfinde ich oft den Wetterbericht als das interessanteste. Das ist genau wie in der Politik auch – du kannst demonstrieren und aufregen, du kannst es lassen, mehr als ein gutes Gewissen kommt da nicht bei raus. Und Blizz interessieren deine Perma-Bans auch nicht.
Ich poste eben nicht mehr im Forum, auch wenn ich es schade um die ganzen Guides finde, sondern werde auf Buffed ausweichen. Meine aktive Forenzeit liegt auch schon ziemlich weit zurück, ich lese da oft wochenlang nicht mal drin.
Statt Trackback:
http://ao-lai.blog.de/2010/07/09/warhammer-online-real-id-8941467/
@Seele
Da liegt ein Mißverständnis vor. Die meisten “Gutmenschen” verändern nur sich selbst
Wenn ich mir die ganzen Kreuzzügler ansehe, vermutlich nicht zum besseren.
). Oder Atomstrom, hier im Haus wird es eine Hauptleitung geben, und da kommt – nach meinem mangelhaften technischen Verständnis – der Strom für alle raus. Wer glaubt eigentlich ernsthaft, dass sein Strom da noch der ökologisch richtgere ist?
Wie ich die schiefen Blicke liebe, weil man nicht an der *richtigen* Tankstelle tankt (BP hat schließlich nichts anderes zu tun, als sich zu überlegen, was sie den Meeren wieder Schlechtes antun können
Ich glaube das würde jetzt zu weit führen.
Aber natürlich beziehst du denselben Strom. Der Unterschied ist der Bedarf welche Energieform in den Strompool eingespeist werden darf.
Oder verkürzt gesagt:
Wenn jeder Strom A per Vertrag bestellt, muss dieser hergestellt werden. Für den anderen Strom B gäbe es keine Kunden mehr. So funktioniert das.
Ansonsten verstehe ich nicht warum immer ausgerechnet gegen die “Kreuzzügler” Aggro gefahren wird.
Ja, BP hat diese Umweltkatastrophe angerichtet. Ja, sie waren dabei fahrlässig. Nein, die Leute die dich beim tanken schief angucken waren das nicht.
Manchmal kommt mir diese Kritik an Gutmenschen wie Selbsthaß vor. Das bezieht sich aber nicht zwingend auf dich, ist mehr ein genereller Eindruck nach ein paar Jahren “Gutmenschentum”.
Ich bin kein Elektrotechniker und meine Schußfolgerung kann totaler Quatsch sein aber: Eine Hauptleitung = exakt der gleiche Stom = eine Herstellungsart. Nur das einige ihre modernen Ablaßbriefe meinen zahlen zu müssen.
Ganz einfach weil sie in ihrem Gutmenschtum kein Maß kennen und es anderen aufdrücken wollen. Bloß weil jemand z.B. jemand etwas boykottiert, kann er nicht erwarten, dass ich das auch tue. Es gibt Regeln des allgemeinen Anstands (die viele, wenn nicht die meisten auch nicht interessieren) und dann gibt es Spezialinteressen und letztere kann man niemanden aufzwingen. Ich hasse es, etwas aufgezwungen zu bekommen unter dem Deckmantel von Öko, Völkerverständigung oder sonstigen blabla.
Ich schmeisse mein Papier, Glas, eigentlich allen Abfall in eine Tonne – genau weil Öko-Faschisten das hassen, genauer gesagt habe ich exakt zur Einführung der Öko-Steuer damit begonnen. Ich bin regelmäßiig zum Blutspenden gegangen, bis ein Kreuzzügler etwas von Bürgerpflichten faselte – nie wieder dort gewesen.
.
Ich mache schon instinkiv das, was sie hassen, ganz einfach, weil ich diese Leute nicht mag.
Ich war heute unterwegs: Leute in Badelatschen, Männer im Feinripp oder notdürftig zugeknöpften Hemden – ich würde nie hingehen und ihnen erzählen, wie schlampig sie aussehen.; ein Kreuzzügler würde es machen.
Ich für meinen Teil meide solche Ecken, wenn es nicht unbedingt sein muss, sieht man mich dort nicht und damit ist die Sache erledigt. Genauso verfahre ich, wenn ich Art von Leuten nicht klar komme: Ich meide sie, fertig aus.
Und wenn sie – wie hier im Blog, nicht auf dich bezogen – immer wieder ankommen und sie ihren (nach einigen Ermahnungen) Tonfall immer noch nicht in den Griff bekommen, dann schiebe ich sie bei der nächstbesten Gelegenheit auch ab – man muss sich mit nichts beschäftigen, womit und mit wem man nicht will. Ich habe keine Lust, auf Kreuzzügler-Art die Erziehung nachzuholen, die die Eltern versäumt haben: Tschüß und goodbye. In jedem Restaurant würden sie rausgeworfen, wenn sie sich benehmen wie Wildschweine *schulterzuck* – sollen sich bei ihren Eltern für deren Versagen beschweren und nicht bei mir *noch mal schulterzuck*. Ich bin in keinster Weise missionarisch veranlagt, ich halte mir den Ärger vom Hals und gut ist es.
Ich habe auch schon Unfälle gebaut und vermutlich war jeder einzelne fahrlässig, das haben Unfälle so an sich. BP hat es nicht extra gemacht und damit sehe ich kein Problem dabei, dort zu tanken.
Das ist kein Selbsthaß, sondern ein entschiedenes Sich-zur-Wehr-setzen. Konflike beginnen zu 80% damit, dass A meint zu wissen, was für B gut ist und es dementsprechend B aufdrängen möchte. Und B fühlt sich bedrängt und wird dann auch komisch.