Basiert auf Dr.House – ich glaube es ist Lupus! von Calaelen.

Wir sind Arbeitskollegen und keine Freunde. Ich entschuldige mich für nichts, was ich getan habe!

Dr. House

Ich verstehe Calaelens Frust durchaus, aber letztendlich gibt es keinen Grund dazu.

Wenn dir selbst ein langjähriger Mitspieler, dem du voll vertraust, einfach sagt: “Wir sind ja eigentlich nur Freunde, weil wir uns wegen WoW treffen“, dann wird es Zeit alles zu überdenken. Denn er könnte Recht haben…
Im Grunde muss man dem Freund Recht geben. Wobei *Freund* für jede WoW-Bekanntschaft schon zu viel ist. Die meisten Mitspieler kennt man nur durchs Spiel, irgendwann hört man auf und das war es mit der Bekanntschaft. Man muss schon ein blutiger Anfänger oder sehr naiv sein, wenn man Mitspieler als Freunde betrachtet. Man kommt mit dem einem mehr, mit dem anderen weniger aus und das war es in der Regel.

Die Gilde ist eine “Zweckgemeinschaft” wo andere Mitspieler als NPCs zur Befriedigung der eigenen Pixelwünsche betrachtet werden. (damit habe ich die größten Probleme!)

Ich sehe jede Gilde als Zweckgemeinschaft, die Leute außerhalb des RL aufnehmen. Ob das Inis sind oder sonst etwas, was soll eine Gilde denn anderes sein. Wenn man sich gegenseitig darauf einigt, dass andere Spieler keinen hohen Stellenwert haben, finde ich das vollkommen in Ordnung, ein Problem haben meistens die, die es nicht tun.

Anstatt miteinander zu spielen und eine “jetzt erst Recht” Einstellung zu entwickeln, ist eine Stagnation bzw. komplette ich-Orientierung ja viel einfacher.

World of Warcraft entwickelt sich seit dem Wrath of the Lich King Addon immer mehr zu einem Solo-RPG Spiel, wo Mitspieler als nerviges Beiwerk angesehen werden.

Das ist bei mir seit 3.3.3 auch so – sie dienen mir dazu, dass ich durch eine Ini komme und ich diene ihnen dazu. Das mag im Vergleich zu den heimeligen Zeiten nicht schön sein, führt aber auch zu einer größeren Flexibilität. Ich fand das am Anfang sehr schlimm, jetzt finde ich die Entwicklung super: Ich kann zu jeder Zeit machen und die Ini gehen, die ich wünsche. Ich bin noch nie on gekommen, um anderen Spaß bereiten, sondern um selbst welchen zu haben.

Den 10. Twink in zwei Wochen auf 80 leveln und in weiteren zwei Wochen T9+ equippen ohne einen Raid spielen zu müssen?

Mache ich zumindest zurzeit gerne – hochleveln, ausstatten, nächster. Schließlich wartet noch ein Hexenmeister auf mich.

Berufe sind ein Witz, von kaputter Kinder-Markwirtschaft bis hin zur Nutzlosigkeit teurer Crafts.

Da muß ich zustimmen, hergestellte Gegenstände sollten für Nichtraider das Beste sein, was sie erwerben können.

Ich habe mein Leben zu sehr den Onlinezeiten hin ausgerichtet.

Das habe ich einmal bei Karazhan gemacht und danach nie wieder. Das ist WoW mir nicht wert.

Für die Illusion einer funktionieren Online Gemeinschaft habe ich mein privates und berufliches Umfeld vernachlässigt!

Es allen Recht machen zu wollen ohne ein erkennbares Entgegenkommen ist sehr frustrierend.

Selbst schuld. Die Illusion von funktionierenden Gemeinschaften habe ich schon vor 1,2 Jahren aufgegeben, weswegen ich in keine Gilde mehr gehen würde. Bleibt die Funktion der Spieler als bessere NPCS. Ich gehe seit Jahren noch weiter: Ich will gar keinem mehr Recht machen.

Fazit:
Solange es nicht zu großen Auswüchsen im Miteinander führt, sind Mitspieler mir egal. Ich spiele ab und zu und gerade dadurch, dass WoW nicht mehr so zeitintensiv ist, macht es mir immer noch Spaß. (Auch wenn es dringend neuen Content geben sollte.)
Durch den Dungeon – Finder findet man blitzschnell eine Gruppe und kann dahin gehen, wohin man möchte. Insofern begrüße ich, dass 10er Raids bald der gleichen Loot haben und ebenfalls ein Tool bekommen – im Grunde ist es jetzt schon unwichtig, auf welchem Server man spielt.

Soziale Netzwerke | Wenn Frust und Ärger real werden

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