Ich bin am Ende.

Vorgestern habe ich eine Stunde lang ein Blatt der Studienunterlagen teilnahmslos angestarrt, weil meine Gedanken in einer Endlosschleife um mein Problem mit Andy kreisten. Vielleicht hätte ich es auch länger durchgehalten, wenn nicht ein Anruf dazwischen kommen wäre. Gestern konnte ich der Handlung eines einfachen Krimis nur mit Mühe und Not folgen, bei einer Doku fragte ich mich in der Hälfte der Sendung, worüber die eigentlich gerade reden, weil es mich beschäftigt hatte.
Zuhause ist das noch harmlos, bei Autofahren, dem Umgang mit Pferden, beim Fechten kann das schnell zu Verletzungen führen. Auch heute im Sportstudio war ich nicht der besten Laune, weil die Möglichkeit bestand, dass ich heute wieder in Abwehrstellung muss.

Andererseits macht es auch oft häufig Spaß und ich kann nicht erwarten, dass er nur dann spielt, wenn ich Lust habe und sich ständig nach mir richtet.

Mit Charakteren wie Carschti, Loomi, Anne und Cil, die nicht einmal in bester Sol-Malorne-Tradition davor zurückschreckt, einem durchs halbe Internet nachzustellen, kann man umgehen. Wobei man den Klinkenputzer noch dafür bewundern kann, dass er sich traut, bei seinem erbärmlichen Schreibstil überhaupt ein Blog zu führen; ich hätte seiner Stelle nicht einmal den Mumm, meine Einkaufsliste zu veröffentlichen. Genauer gesagt empfinde ich nur Mitleid mit ihnen, weil sie mit ihrem kriminellen Charakter bis ans Ende ihrer Tage leben müssen.***

Aber was macht man mit jemand, den man eigentlich mag, aber von dem man einfach mal Abstand braucht? Wenn das Wetter besser wäre, würde ich bis zum 5.2. irgendwo hinfahren und mich in ein Hotel einbunkern. Ich halte es zurzeit sehr fraglich, ob ich Ende Februar zu den Semesterferien den Account reaktiviere, sonst geht der Stress gleich wieder los….

Edit:
Und als wir heute gespielt haben, war es doch wieder nett und lustig *seufz*.

***
Für ihr eigenes mieses Verhalten gibt es tausend Entschuldigungen, z. B. dass das doch nur *menschlich* wäre (Die kriminelle Cil: Ich bin doch auch nur ein Mensch*), andere werde dafür in Grund und Boden verdammt. Ich sage nur: DOPPELMORAL 😛 .

Warum addieren die Menschen, wenn sie über das Leben anderer nachdenken, immer nur die großen Zahlen, um zu einem Urteil zu gelangen? Wenn sie jedoch ihr eigenes Leben aufrechnen, dann sind sie durchaus bereit, mit tausend Zahlen zu jonglieren, sie zu multiplizieren, zu addieren, zu subtrahieren, bis die Bilanz frisiert und ihnen das Endergebnis in den Kram passt.

Tod vor Morgengrauen, S. 86

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