Leome hat sich die Frage gestellt, was seit TBC für sie oder ihm besser oder schlechter geworden ist. Hier meine Überlegungen dazu:
Verbesserungen

Quests „vor Ort“ beenden: Großartig. Ich gebe zu, das ist nicht logisch, aber hier verzichte ich zugunsten der Bequemlichkeit tatsächlich mal auf die Logik. Ich erinnere mich noch gut an Questreihen in Höhlen, bei denen man immer wieder rausrennen musste, um die Quest abzugeben und die nächste zu holen. Nun poppt nach Erledigung der Quest ein Fenster auf, so dass die Belohnung der Quest sowie eine evtl. Folge aus dem Nichts auf einen herunterpurzelt. Kein Roleplay, aber ungemein praktisch.

Insgesamt gefallen mir die Quests in Cata sehr gut – alles sehr nett gemacht.

Hält sich die Waage

Dungeonfinder: Auch wenn ständig über dieses Tool gelästert wird, empfinde ich ihn als Verbesserung. Erinnert ihr euch noch, wie mühsam es war, beim Leveln eine Gruppe vollzukriegen, um mal eine Instanz zu gehen? Das Problem gibt es nicht mehr und ich gehe oft und gerne beim Leveln in Inis. Mit 85 muss man das Tool ja nicht nutzen, man kann sich immer noch wie früher selber eine Gruppe zusammensuchen. Ich fand es aber auch ok, dass man früher die Eingänge entdecken musste, eh man in eine Instanz reinkam, das war wieder ein bißchen Roleplay, wie auch bei den Zugangsquests (s.u.).

Ich sehe das Hauptproblem immer noch darin, dass man einfach keine Leute mehr kennenlernt. Früher ging man mit einem Tank / Heiler regelmäßig in eine Ini und wenn man kurzfristig einen brauchte, fragte man nach, ob derjenige Lust hat. Auch wenn wieder mehr darauf geachtet wird, dass Spieler gleicher Server wieder in eine Gruppe kommen, finde ich dies eher kontraproduktiv, da eher die Fehler der anderen im Gedächtnis bleiben, als das Gute.

Erfolge: Ich liebe Erfolge. Ich geb es zu, ich bin ein Erfolgsjäger. Unter 9000 habe ich jeden PvE-Erfolg gemacht, den man alleine erreichen konnte. Stundenlang bin ich durch Azeroth gerannt und habe Quests gesucht, immer wieder und wieder hab ich Instanzen gefarmt, in der Hoffnung auf ein Mount oder stupide Mobs umgeklatsch, bis der Glimmlingsflitzer endlich droppte. Ich freu mich auf die neuen Haustiererfolge und ich warte sehnsüchtig auf einen weiteren Mount-Erfolg, damit sich auch das Farmen irgendwann wieder lohnt. Und die neuen Fun-Erfolge beim Questen in Azeroth machen auch Spaß. Und das schönste an Erfolge ist, wen sie nicht interesssieren, der kann sie komplett ignorieren, es gibt keinen Nachteil dadurch.

Erfolge sind mir egal.

Verschlechterungen

Angeln: Da Angeln eh das Langweiligste für mich ist, was es gibt, finde ich gut, dass man in der Zwischenzeit überall angeln kann, nur eben nicht unbedingt etwas fängt. Das ist auch logisch, nur weil ich nicht angeln kann, soll ich plötzlich meine Angel nicht in ein bestimmtes Gewässer hängen können? Die Logik hab ich noch nie verstanden. Dass man nichts fängt, wenn man zu schlecht ist, ist dagegen logisch, und dass man es trotzdem übt, auch.

Ich bin ein Fan davon, dass Einsatz belohnt werden sollte. Keine Ahnung, wie lange ich an Seen und Flüssen geangelt habe; jetzt bekommen andere alles nachgeschmissen.

Weitere Verschlechterungen:

Das neue Zwangssystem. Natürlich *musste* man in Shatt oder Dararan sein, aber im Gegensatz zu Sturmwind hat es sich nicht nach Zwang angfühlt. Cata war die Chance die Hauptstädte wiederzubeleben und die Spieler entscheiden zu lassen, wo sie sich aufhalten wollen. Stattdessen werden sie gegängelt, indem sie für Portale / Heldenaufruf / Quests nach SW müssen.

Gute Menschenführung sieht so aus, dass die Leute machen, was du willst, aber es nicht merken.

Den Spruch hätte Blizzard beherzigen sollen.

Ganz schlimm

Die Fokussierung auf Gilden. Als ich heute den Cata-Kocherfolg machen wollte, kam mir recht schnell, dass ich dies nicht anfangen brauche – wir werden wohl nie 10.000 Fische aus Schwärmen angeln und andere Scherze. Auch wenn wir uns zu 2 mit Level 4 nicht verstecken brauchen – eine mir bekannte Gilde hat mit 100 Chars gerade mal Level 10 –werden die meisten Gildenerfolge unerreichbar bleiben.

Wird fortgesetzt.

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