Am schlimmsten war der Wechsel von Classic auf TBC. Classic war Spaß, spontane ZG-Raids und kaum eineer hat damals aufs DMGMeter gesehen. Und von einem auf den anderen Monat zählte nur noch DPS, DPS, Ehrgeiz, Vorrankommen ect. – wenn ich halbwegs vernünftig ticken würde, hätte ich damals aufgehört, weil es nicht mehr mein Spiel war.

Es haben auch viele aufgehört, mit denen ich mich gut verstanden und die *falschen* Leute haben begeistert weitergespielt. Weswegen ich mich auch immer mehr als meinen Partner band, obwohl ich in den folgenden fünf Jahren oft gelitten habe wie ein Hund.
Und das ist eine Spirale, die sich immer weiter fortsetzt (logisch, weil die Spielerschaft im Durchschnitt immer asozialer wird), mit jedem Addon hören meine Freunde auf und die Tage hat mein Lieblingsbärchen verkündet, mit 5.0 auch weg zu sein.

Dann habe ich eigentlich niemanden mehr und es stellt sich die Frage, warum noch weiter machen – gerade Cata hat fast 99% meiner bestehenden Kontakte dazu gebracht aufzuhören.

Wenn ich meine Befreiung wirklich durchhalte und nicht schwach werde, dann bin ich wirklich alleine. Realistisch gesehen habe ich also die Wahl zwischen weiterer Unterdrückung und Einsamkeit. Aber die Zeiten, in denen ich ständig eine Faust in die Tasche machte, mir meinen Spielspaß verderben, mir einen fremden Spielspiel aufdrängen ließ, bis ich schwindelig durch die Wohnung gelaufen und vor Frust alles in mich reingestopft habe, sind endgültig vorbei. Wenn ich mich in Zukunft zwischen fremden Interessen und den eigenen entscheiden muss, werde ich ich immer die eigenen wählen. Oder wie einige sagen: Du musst mal egoistischer werden.

Was den Vorteil hätte, dass mich niemand nervt und den Nachteil, dass man im bestehenden System niemanden mehr kennenlernt. Andererseits kann ich auch einfach mal sporadisch für einen Monat aktivieren und dann wieder aufhören und WoW einfach nur noch als Abwechslung zu Adventures nutzen anstatt anderesherum.

Dies ist ein erweiterter Kommenatar zu einem meinerseits bei Jarlskor.

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