Frauenheld Marcus ist zurück…
Die Texte wurden aus WoWHead übernommen.
Die Geschichten um Marcus auf Deutsch:
Kitschiger Dreikupferroman
Ein schlüpfriger Romantikschmöker: Verbotene Liebe
Ein schlüpfriger Romantikschmöker: Nördliche Enthüllung und auf Englisch.
Auf WoWHead gibt es zudem einige, die ich noch nicht kannte.




Die Taverne im Nebel

Marcus galoppierte auf seinem Kriegspferd auf das einsam gelegene Gebäude zu und ließ eine der kurvenreicheren Wachen fast unmerklich erröten, als er vorbei ritt. Am Haus angekommen stieg er vom Pferd und übergab die Zügel der wie immer anwesenden Stallmeisterin, legte ihr die Hand auf die Schulter und fragte: „Kama, habt Ihr über unsere letzte Unterhaltung nachgedacht?“ In gespielter Ernsthaftigkeit zog Marcus die Augenbrauen zusammen.

Kama rollte mit den Augen, wobei ihre Pandarenzeichnung die Bewegung noch unterstrich. „Ich bezweifle, dass meine Lebensgefährtin die Idee gutheißen würde.“

Marcus lachte laut auf und antwortete im Fortgehen über seine Schulter: „Und dennoch würde ich sie eines Tages gerne kennenlernen!“

Die Taverne im Nebel war ungewöhnlich voll und er bahnte sich seinen Weg durch die Massen, bis er einen Platz im Schatten einer dunklen Ecke fand. Eine exotische Stimme schnurrte seinen Namen: „Marcus… Schön, Euch wiederzusehen.“

Marcus lächelte und kniff aufgrund der Dunkelheit die Augen zusammen. „Madame Goya, die Freude ist ganz auf meiner Seite.“

Diese verbeugte sich höflich. Marcus verspürte eine angenehme Wärme aufsteigen, als er sich daran erinnerte, dass bei der Beschreibung von Pandaren oftmals der Begriff „leidenschaftlich“ verwendet wurde. Er verbeugte sich ebenfalls, hauchte Madame Goya einen Kuss auf die Hand und behielt dabei die ganze Zeit den riesigen Leibwächter mit der markanten Narbe zwischen den aufmerksamen Augen im Blick.

„Also, Marcus, kann ich Euch wohl für etwas… Besonderes begeistern? Das übliche Angebot steht heute leider nicht zur Verfügung.“ Marcus waren ihr Bedauern und die Betonung des Wortes „übliche“ nicht entgangen. Als sich ihre Blicke wieder trafen, drückte sie kurz seine Hand und ließ sie dann los.

„Wenn es Euer Wunsch ist, darf ich dann sehen, was Ihr anzubieten habt?“, fragte Marcus.

„Wir haben zahlreiche exquisite Rüstungen, einen kleinen Gefährten und sogar ein exotisches Reittier“, erwiderte Madame Goya, die rasch wieder zu ihrer gewohnten Verspieltheit zurückgefunden hatte. Mit dem Kinn in ihrer Hand hielt sie kurz inne und gab vor nachzudenken. „Aber meine wertvollsten Schätze befinden sich oben.“

Marcus präsentierte eine überzogen erstaunte Mimik, bevor sein Ausdruck wieder auf freudige Zustimmung schließen ließ. „Also dann, bis wir uns wiedersehen.“ Sie klimperte mit den Augenlidern und Marcus stellte nur noch fest, wie er die Treppe dieser seltsamen Taverne erklomm.

Im Zimmer am Ende der Treppe erwarteten ihn zwei Wesen solch überragender Schönheit, dass er fast gestolpert wäre: eines mit langen Haaren in der Farbe des Sonnenbrunnens und ein anderes mit ebenholzfarbenen, kurzen Haaren. Nach einem Moment voller lustvoller Blicke dämmerte es ihm: Er blickte direkt in das Gesicht des Feindes! Als er sein mächtiges Schwert zog, warf es ein pulsierendes Licht auf die Blutelfen.

Die Elfin mit dem leuchtenden Haar sprach ihn zuerst an: „Oh, da scheint sich jemand für eine Schlacht zu wappnen.“ Sie legte ihre Hand auf die Spitze seines Schwertes und drückte es sanft herunter, während sie an ihm vorbeitänzelte, ohne den Blick von ihm zu wenden. „Glaubt Ihr an Liebe auf den ersten Blick? Oder soll ich noch einmal an Euch vorbeigehen…?“

Marcus beugte sich vor und drückte ihr ungerührt den harten Stahl gegen ihren Leib. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr und richtete sich dann wieder auf, während er gespannt auf eine Reaktion von ihr wartete.

„Nein. Nein. Das mache ich nicht… aber meine Schwester!“ Die Blonde kicherte. Die Dunkelhaarige dagegen hob nur eine Augenbraue, nickte und zuckte gleichzeitig mit ihren zarten Schultern. Mit einer kaum wahrnehmbaren Geste ließ sie ihren Körper glühend aufflammen, wodurch die letzten Reste ihrer ohnehin spärlichen Kleidung verbrannten. Als Marcus seine muskulösen Arme um sie schlang, flüsterte sie ihm etwas zu. Ohne, dass er es sehen konnte, erschien kurz ein Symbol über Marcus‘ Kopf, das ihn in einen weißen Glanz tauchte.
„Das… Das fühlt sich gut an. Wie hast du das gemacht?“, fragte er.

„Pure Seelenstärke, mein Herr. Ihr werdet sie benötigen.“ Erst da bemerkte er, dass sie über dem Boden schwebte und schwerelos in seinen Armen lag. Ihm schwirrte der Kopf, als zahlreiche Bilder durch seinen Verstand schossen. Seine starken Hände begannen…








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