Ich merke, dass WoW mir nichts mehr gibt. Ich merke, dass ich keine Lust mehr habe, ein Spiel zu spielen, welches mehr auf Glück als auf Können beruht. Ich habe es einmal für die Wolkenschlange durchgerechnet: Wenn ich mit allen 3 Chars jede Woche der 9 WoW-Jahre die 4 Weltbosse gemacht hätte, wäre ich nicht einmal in der Nähe der 1:1600 – Chance um das Mount zu erwürfeln. (Nachtrag: So etwas nennt man in der Psychologie *erlernte Hilflosigkeit.)

Und das was man sich mühsam erspielt, wird anderen hinterher geworfen, siehe skillen über Angelquests. Ich gehe jetzt schon jede Wette ein, dass man mit dem nächsten Addon man den epischen Angelhut bei einer Quest bekommt.

Der endgültige Todesstoß waren 2. Dinge:

1.) Das Szenario, an welchem nicht nur ich verzweifelt bin und welches Blizzard in seiner unendlichen Weisheit in die Mitte einer extrem langwierigen Reihe gestellt hat. Danke, dass ich meine Lebenszeit in Raids verbracht habe, um in 4 Raids eine Münze droppen zu sehen, von denen man 20 braucht (40, wenn man die verschiedenen Münzarten berücksichtigt) und ich sonst nie im Leben in diese Raids gegangen wäre. Ihr versteht es echt, Kunden zu vergraulen.

2.) Das Spiel hat in immer höherer Konzentration nur noch niveaulose Deppen zu bieten. O-Ton im Raid letzte Wochen: *Könnt ihr nicht mal das Maul aufmachen, wenn ihr den Boss nicht kennt?*. Früher wurde das Spiel von sehr vielen gespielt, die man nur als White Trash bezeichen konnte; heute stellen sie die absolute Mehrheit von 80-90%. In dem Spiel fühlen sich aus eigener Erfahrungen nur noch Leute wohl, die nach mehreren Schlaganfällen im Rollstuhl sitzen oder morgens die Bild-Zeitung und abends RTL-Nachrichten für ein anspruchsvolles Informationsniveau halten.

Sollte nicht noch irgendetwas Großartiges geschehen, wird hier nicht mehr viel kommen. Vielleicht überkommt mich ja irgendwann wieder die Sehnsucht nach Noma, Elfie und Alluwen. Aber spätestens, wenn ich im nächsten Addon hintendran hänge, wird sich auch das erledigen.

Advertisements