Da hat Elfie Unglück beim Langfingern gehabt und ein Buch erwischt. Sowas Nutzloses aber auch, kein Wunder, dass es grau ist. Für die Fans von Marcus, seines Zeichens Paladin und Frauenheld, gibt es aber neuen Stoff:

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„Da war ich nun, umzingelt von mindestens hundert Murlocs!“, verkündete der Mann mit dem gewaltigen Schnurrbart und gestikulierte ausladend.

„Was habt Ihr dann bloß gemacht?“ Ihre Stimme hatte einen bulligen Unterton.

„Das einzige, was ich tun konnte, meine Hübsche.“ Marcus tätschelte das auf seinem Oberschenkel ruhende Schwert. „Ich habe sie zur Rechenschaft gezogen!“

„Oh! Nur mit einem Dolch? Ihr seid so tapfer!“ Tanda streckte vorsichtig die Hand nach dem Schwert aus, zog sie aber in letzter Sekunde wieder zurück.

Marcus wurde gereizt. „Wie bitte? Das ist ein zweihändiges Schwert und bis zum Griff voller Verzauberungen. Vielleicht habt Ihr schon größere gesehen, aber ich kenne einige Tricks, um es wirklich singen zu lassen.“

Tanda lächelte unterwürfig und klimperte mit ihren langen Wimpern. Sie hob ein Stück Käse auf und hielt es Marcus genau vor die Lippen. „Kostet mal, der ist hausgemacht.“

Der ansehnliche Paladin stammelte: „N-nein. Ich bin laktoseintolerant.“

Tanda legte den Käse in die Schale zurück. „Oh, wirklich? Wollt Ihr damit sagen, dass Ihr mich nicht vertragt?“ Die dralle Tauren schritt auf Marcus zu und schmiegte sich an ihn. Durch den beträchtlichen Größenunterschied wurde sein Gesicht an ihre Brust gedrückt. Da er nichts mehr sehen konnte, zappelte er protestierend, bis seine Hand schließlich auf ihrem festen Hinterteil landete. Seine kaum vernehmbaren Entschuldigungen ließen sie aber nur noch mehr kichern und ihn noch fester an sich pressen.

Gerade als seine andere Hand ihren Schwanz erwischte, verdunkelte eine riesige Gestalt in der Türöffnung den Raum. „Was geht hier…“

Tanda rief: „Bax, nein!“

Marcus zog seinen Kopf zurück und rang um Luft, während er mit weit aufgerissenen Augen auf den zornigen Tauren blickte. „Es ist nicht so, wie es aussieht!“

Bax griff Marcus sofort mit einem Rammstoß an und brüllte: „Wer den Bullen reizt, bekommt seine Hörner zu spüren!“

Marcus taumelte kurz, stemmte sich dann aber gegen den wuchtigen Angriff des Tauren, indem er diesen bei den Hörnern packte und versuchte, seinen Kopf herunter zu drücken. Bax wiederum drückte seinen Kopf grunzend und geifernd immer wieder nach oben. So ging es eine Weile hin und her, bis sie sich für einen kurzen Augenblick direkt in die Augen schauten und Bax sich mit einzigen explosiven Bewegung befreien konnte.

Der mächtige Tauren holte weit mit seinen Armen aus, um nun Marcus in einen Klammergriff zu nehmen. „Klingen des Lichts!“, rief der Paladin und ein riesiges, pulsierendes Schwert fuhr zwischen ihnen aus dem Boden hoch. Das Schwert schlitzte den Kämpfern Rüstung und Kleidung auf und vom Leib, versengte Marcus‘ Brusthaar und hinterließ eine kleine Schnittwunde auf der muskulösen Taurenbrust.

Bevor sie aber ihren Kampf wieder aufnehmen konnten, rammte Tanda ihr behuftes Bein in den Boden und rief den beiden sichtlich erschütterten Kämpfern zu: „Aufhören! Alle beide!“

Marcus gewann als Erster seine Fassung wieder und schaute erst zu Tanda und dann zu Bax. Während sich die drei mit zerzaustem Fell, beziehungsweise bloßgelegter und schweißbedeckter Haut anstarrten, sagte der unverschämt gut aussehende Marcus: „Also, wo wir alle doch schon so gut wie ausgezogen sind…“

<Die Geschichte geht noch weiter, aber Ihr möchtet Euch die geschmacklosen Details lieber ersparen.>

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