Im Forum ist wieder ein Thread aktiv, der sich darüber beschwert, dass sich zu viele bescheren, was ich sehr gut nachvollziehen kann. Ich frage mich nur manchmal, ob die jammernden Spieler wirklich WoW meinen, oder äußere Faktoren. Wenn ich mir mich ansehe, so gibt es verschiedene Unzufriedenheitsgründe:

1.) Irgendwas ist einfach nicht durchdacht, wie das Berufssystem oder die Zerstörung des Shadows mit 7.1.5.

2.) Ich selbst bin mit etwas überfordert, was aber nicht zwangsläufig heißen muss, dass es zu schwer ist
.
Bei der Feuerprobe habe ich als Shadow kein Land gesehen, während ich die Heilerprobe immer um ein, zwei Sekunden verpatzt habe. Was um so irritierender war, als dass ich das letzte Mal in Classic geheilt habe. Was mich ebenfalls extrem frustriert hat, war ein Einzelszenario auf der Insel für den legendären Umhang, weil ich es einfach nicht schaffte. Ich war so frustriert, dass ich daraufhin WoW für Monate von der Festplatte gelöscht hatte und nie wieder anfangen wollte zu spielen. Auch die Pre-Quest für den Tanaan-Dschungel nie geschafft, wenn ich nicht einem Freund hinterher gelaufen wäre- (Die Quest, bei der 8-10 Gegner um einen Tisch stehen und man einen Gegenstand vom Tisch holen soll. Gelobt sei für solche Fälle WorldQuester, welches es damals aber noch nicht gab.)
Wobei es schwierig ist, zu entscheiden, ob eine Aufgabe zu schwer oder nur für einen selbst zu schwer ist.

3.) Was einen riesigen Einfluss hat, ist die richtige und falsche Umgebung.

a.) Ich erinnere mich noch an die Tanaan – Prequest, bei welcher dann doofe Sprüche kamen, man hätte ja selbst einen Shadow als Twink, (welchen man womöglich selten bis gar nicht spielt), und mit welchem man gottgleich durch die Quests geschwebt ist. Ich kann jedem nur raten, der solche Zeilen schreiben möchte: Lasst es. Außer, dass diejenigen, die Probleme haben eine Riesenwut noch auf euch bekommen, und womöglich darauf warten, euch bei nächster Gelegenheit eins reinzubraten, hat das Ganze kein Ergebnis. (Wobei ich zugeben muss, dass es bei Spielern, die gar nichts können, verführerisch ist. Daran muss ich noch arbeiten.)

b.) Man muss sich die Frage stellen, ob die Spielumgebung stimmt. Ich habe mir von TBC-Cata WoW komplett mit einem Mitspieler verleidet, der gar nicht zu mir passte, und umkehrt. Um die ganzen noch die Krone aufzusetzen, war ich in einem Chatkanal, in dem jemand war, der stundenlang und jeden Tag über das Spiel gemeckert hat. Rückblickend analysiert, hätte ich diese Spieler spätestens (!) zum Lichking aus meinem Leben schmeißen müssen, anstatt stumm zu leiden. Und anstatt das zu machen, war ich über WoW am toben.

c.) Man muss sich fragen, ob der Spielstil passt. Ich werfe nun den LFR raus, obwohl die Nachtfestung mir als Raid gut gefällt, wäre da nicht das Geblitze und Geblinke. Das geht mir bereits nach fünf Minuten aufs Gründlichste auf die Nerven. Ich fühle mich Mittwochs immer ausgelaugt und fertig, was kaum der Sinn eines Spiels sein kann.

4.) Manchmal ist einfach alles doof.

Sei es die persönliche Situation, sei es, weil etwas gründlich schief gelaufen ist. Bei mir war es die Renovierung, die Fußbodenfarben Golden Oak sah im Geschäft besser aus, als nun, wo der Boden verlegt ist. Wirklich getroffen hat mich aber das Chaos in meiner Büchersammlung, welche ich wahrlich nie wieder unter Kontrolle bringen werden. Ich habe inzwischen mehrere Anlaufstellen alleine für Sachbücher, und der größte Teil – ca. 3000 Bücher – habe ich noch nicht einmal angefangen zu sortieren. Wer mich durch die Gegend schleichen sieht, könnte glauben, es wäre ein naher Verwandter gestorben, und um ehrlich zu sein: So fühle ich mich auch. Ich sehe manchmal meine ehemalige Bücherwand, welche zur Altpapiersammlung mutiert ist, und ich fange an zu weinen.
Das hat mit WoW insofern zu tun, als dass ich bei ersten on dachte *Mist, ich will gar nicht.* Ich hatte mich so sehr auf Ende April versteift, dass ich den Gedanken, dass der Patch eher kommen konnte, gar nicht mehr zugelassen habe. Ich hätte mich wirklich gefreut, wenn ich mal 3-4 Wochen Pause gehabt hatte, um den Schaden wenigstens begrenzen zu können und auch einfach mal Dinge tun zu können, für die sonst keine Zeit bleibt.

Advertisements